Filipendula rubra
Mädesüß - Filipendula rubra (Hill) Rob.
In der Natur wächst sie in den östlichen Regionen Nordamerikas, wo sie als Königin der Prärien bezeichnet wird.
Eine kräftige, mehrjährige Staude, die große Horste bildet. Die Pflanze wird 1,5 bis 2,5 m hoch. Die Stängel tragen große Blätter mit jeweils fünf- oder siebenlappigen Endlappen. Der Blütenstand ist dicht mit kleinen rosa Blüten. Die Blütezeit ist Juli und August.
Die Pflanze benötigt feuchten Boden und liebt die Sonne. Sie wächst und blüht sowohl im Halbschatten als auch in der Sonne, benötigt aber konstante Feuchtigkeit. Bei starkem Schatten kann die Blüte abbrechen. Ihre purpurroten Früchte sind ebenfalls dekorativ. Sie ist winterhart bis -35 Grad Celsius. Sie wird seit 1765 kultiviert.
Die Keimung der Samen ist bei der Aussaat im Frühjahr geringer als bei der Aussaat im Herbst. Um die Keimung zu verbessern, werden die Samen durch Stratifizierung vorbehandelt, mit Sandpapier angeritzt oder 24 Stunden in einer 2%igen Schwefelsäurelösung eingeweicht. Bei der Aussaat werden die Samen maximal 2 cm tief in die Erde eingebettet.
Für die Massenvermehrung gilt die herbstliche Nestaussaat als die effektivste: 30–40 Samen pro Nest mit den Maßen 10 x 15 cm. Die Nester werden einzeln in einer Reihe im Abstand von 10 cm und 60 cm zwischen den Reihen platziert. Die Sämlinge wurzeln noch besser, wenn die Nestaussaat mit der Pflanzung von Mädesüß-Rhizomen zwischen den Nestern kombiniert wird. In diesem Fall beträgt der Reihenabstand 75 cm. Die so gepflanzten, ausgewachsenen Pflanzen beschatten die zarten Sämlinge und schützen sie vor direkter Sonneneinstrahlung.
Die Sämlinge keimen Ende April/Anfang Mai. In der zweiten Maihälfte wird ein komplexer flüssiger Mineraldünger mit einer Menge von 40 g Ammoniumnitrat, 50 g Superphosphat und 20 g Kaliumchlorid pro Eimer (10 Liter) Wasser ausgebracht, wobei pro Nest etwa 0,5 Liter Lösung verwendet werden. Eine zweite Anwendung des komplexen Düngers erfolgt in der zweiten Sommerhälfte. Da die Sämlinge langsam wachsen, müssen sie regelmäßig gejätet, der Boden aufgelockert und gegossen werden, damit sie nicht austrocknen. Die Frühjahrsaussaat erfolgt am besten Ende März in Gartenkästen. Die Triebe erscheinen Mitte/Ende April.
Die ausgewachsenen Setzlinge werden Ende Juni in vorbereitete, feuchte Erde gepflanzt. In der ersten Woche müssen die Pflanzen täglich gegossen werden, danach nach Bedarf. Vergessen Sie nicht, Unkraut zu jäten und den Boden aufzulockern. Einjährige Setzlinge werden zweimal, im Juni und Juli, mit einem flüssigen komplexen Mineraldünger gedüngt. Mit dieser Pflege beträgt die Überlebensrate der Setzlinge 100 %.

Bot. Syn.: Spiraea lobata Gronov., Spiraea rubra Britt.